Zum Lobe Gottes und zum Heil der Welt


Einsam bist du nicht allein


"Die Eremiten, die ich persönlich kenne, leben in der Tat sehr verschieden: mitten in Berlin oder auf einer Almhütte, in einem leerstehenden Pfarrhaus oder in einem Baukontainer. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie mit Handarbeit, als Messner oder als Übersetzer. Es gibt Eremiten im Habit und in Jeans; solche, deren Lebensform in ihrer Gemeinde und darüber hinaus bekannt ist, und solche, die ganz inkognito leben. Und doch haben diese Eremiten eines gemeinsam."

 

Prof. Marianne Schlosser » mehr lesen »


ruft den namen jesu an


"Denkt alle Tage, ihr finget das geistliche Leben erst an, und so lasst von Tag zu Tag euren Eifer und eure Kraft wachsen... Ruft nur den Namen Jesu an und glaubt an seine Kraft, so müssen die bösen Geister allesamt fliehen... Habt keinen Umgang mit den Ketzern, sondern meidet sie und fliehet sie, wie ich es getan habe; denn sie sind Feinde Christi und lehnen sich hartnäckig wider ihn auf. Desto mehr tragt Sorge, dass ihr den Geboten des Herrn nachkommt ... "

 

Antonius der Große



Geistlich im Zentrum des glaubens


"Eremitisches Leben findet zwar soziologisch am Rande der Gesellschaft und der Kirche statt, aber in seiner Gottverbundenheit und tiefen Solidarität mit den anderen immer im spirituellen Zentrum der Glaubensgemeinschaft ... Diese Solidarität mit der Glaubensgemeinschaft und der Gesellschaft, ja der Schöpfung, drückt sich für den Eremiten zuerst und zutiefst im Gebet aus. Sein Gebet ist stellvertretendes Gebet ... Der Höhepunkt im geistlichen Leben des Eremiten wie auch in seiner Verbundenheit mit der Kirche ist die Feier der Eucharistie ... Ist bei dieser tiefen

Verbundenheit der Eremiten mit Gott und der Welt noch verwunderlich, dass sie immer wieder von Menschen als Ratgeber geschätzt und aufgesucht werden? Eremiten und Eremitinnen sind häufig nicht nur einfühlsame Gesprächspartner, sondern können sogar zu geistlichen Therapeuten werden. Eines darf dabei freilich nicht mit ihnen geschehen: sie dürfen nicht verzweckt werden ... "

 

Bischof Dr. Felix Genn » mehr lesen »